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Aufbau von Kläranlagen

 

Der generelle Aufbau heutiger kommunaler Kläranlagen lässt sich wie folgt in drei Reinigungsstufen einteilen: 

 

 

 

Die mechanische Abwasserbehandlung umfasst eine Grobreinigung sowie das Abscheiden absetzbarer Stoffe. Hierdurch sollen nachfolgende Anlagenteile wie z.B. Pumpen geschützt und eine Versandung vermieden werden. Dabei werden vorwiegend diese drei Verfahren eingesetzt:

  • Rechen und Siebe, um grobe Feststoffe zu entfernen,
  • Absetzeinrichtungen (Sandfänge u. Vorklärbecken), um feine Stoffe mit einer Dichte  > 1 g/cm3 zu sedimentieren,
  • Flotationseinrichtungen, um Leichtstoffe (z.B. Öle u. Fette) mit einer Dichte < 1 g/cm3 abzuscheiden.

 

 

 


 

 

 

Die biologische Abwasserreinigung entfernt organische Schmutz- und Schadstoffe aus dem Abwasser. Hierbei finden mikrobiologische Vorgänge statt. Mikroorganismen, wie z.B. Bakterien und Protozoen, zersetzen dabei die wasserverunreinigenden organischen Substanzen. Alle Verfahren der biologischen Abwasserreinigung sind den natürlichen Abbauvorgängen in Gewässern nachempfunden. Die biologische Abwasserreinigung kann eingeteilt werden in:

  • natürliche biologische Reinigungsverfahren
  • Biofilmverfahren
  • Belebungsverfahren

 

Sowohl Biofilmverfahren als auch Belebungsverfahren sind die derzeit gebräuchlichsten biologischen Verfahren in der Abwasserreinigung. Dennoch haben sich im kommunalen Bereich die Belebungsverfahren bisher durchgesetzt. Das Belebungsverfahren ist somit das heute am häufigsten verwendete biologische Reinigungsverfahren, und verdient deshalb eine ausführliche Betrachtung (siehe Menüpunkt "Funktion").

 

 

 

Seit den 50er Jahren werden, für den industriellen Einsatz und auch zur gemeinsamen Behandlung mit häuslichem Abwasser, mehrstufige biologische Abwasserreinigungsanlagen erfolgreich gebaut und betrieben. Es sind nachfolgende Kombinationen möglich:

  • Belebung - Belebung
  • Tropfkörper - Tropfkörper
  • Tropfkörper - Belebung
  • kombinierte Teichsysteme

Diese Kombinationen sind gemäß den Gegebenheiten, Erfordernissen und deren Durchführbarkeit entsprechend zu wählen. Die nachfolgende beispielhafte Tabelle soll eine kleine Übersicht über dezeit günstige Verfahrenskombinationen von Belebungsverfahren und Tropfkörperverfahren veranschaulichen:

 

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

System

Ablauf-Anforderungen

Prozess-stabilität

Zulauf-Beschaffenheit

Sanierung

(Spalte 2-8)

Kosten

BSB,

CSB

NH4

NGes

Hohe Konz.

blähschlamm-gefährdend

Störstoffe

Bau

Betrieb

B + B

++

++

0

++

++

+

++

++

+

++

T + T

+

+1)

0

+

+

++

+

+

-

+

T + B

+2)

++3)

++

0

++

++

+

02)

++3)

++

+

++

B + T

+

+

0

+

+

+

+

++

+

+

 

Kombinationen zwischen Belebungsverfahren und Tropfkörperverfahren, als Hintereinanderschaltung

 

Legende:

 

B    =   Belebungsverfahren                                                     1)  Temperatureinfluß ist zu beachten

T    =   Tropfkörperverfahren                                                   2)  ohne Zwischenklärung

++  =   besonders gut geeignet                                                3)  mit Zwischenklärung

+    =   geeignet

0    =   nicht aussagekräftige Erkenntnisse

-    =   nicht geeignet

 


 

In der chemischen Abwasserreinigung bzw. der dritten Reinigungsstufe soll bei ungünstigen Vorflutverhältnissen, oder bei Kläranlagen ab 5.000 EGW, die Eliminierung der Phosphor- und Stickstoffverbindungen aus dem Abwasser sichergestellt werden. Damit werden die Nährstoffe für das Pflanzenwachstum aus dem Abwasser entfernt. Die chemische Abwasserreinigung kann zwischen Fällung und Flockung unterschieden werden.

 

Bei der Fällung werden dem Abwasser Chemikalien zugesetzt, die die im Abwasser gelösten Salze in unlösliche Feststoffe umwandeln. Diese werden dann im Anschluss durch Sedimentation vom Abwasser abgetrennt.

 

Die wichtigste Fällung ist die Phosphatfällung bzw. Phosphoreliminierung. Sie kann, je nach Ihrer Anordnung, unterschieden werden in:

  • Vorfällung
  • Simultanfällung
  • Nachfällung

Bei der Flockung werden dem Abwasser Chemikalien zugesetzt, die die Abstoßungskräfte einzelner Feststoffe untereinander verringern. Es kommt so zur Flockenbildung bzw. zum Feststoffzusammenschluss.

 

Meist laufen in der chemischen Abwasserreinigung die beiden Prozesse, Fällung und Flockung, gemeinsam ab.

 


-->  Nähere Informationen zum Inhalt dieser Seite finden sie oben, unter dem Menüpunkt  <Funktion>

 


 


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