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Klärschlamm

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Klärschlammarten

 

 

 

 

Primärschlamm

 

Der Primärschlamm ist der Schlamm aus der Vorklärung, der nicht mit anderen rückgeführten Schlammarten vermischt ist. In der Vorklärung werden die absetzbaren Stoffe aus dem Abwasser abgetrennt. Es handelt sich dabei um eine mechanische Reinigungsstufe, in der physikalische Verfahren zur Abtrennung verwendet werden.

 

Durch die noch recht groben Bestandteile, kann der Primärschlamm als inhomogen bezeichnet werden. So kann dieser Schlamm gut erkennbare Stoffe, wie Obstreste, Gemüse, Korken, Kot, Papier u. a. enthalten. Er weist dabei variierende Farben von grauschwarz über graubraun bis gelb auf. Der Primärschlamm ist wegen seiner Inhaltsstoffe nach der Entnahme umgehend einer Behandlung zuzuführen. Geschieht dies nicht, so kommt es schnell zu unerwünschten, geruchsintensiven Fäulnisprozessen. Die Schlammbeschaffenheit hängt hauptsächlich von der Verweildauer und der Reinigungsart ab.

 

Beim Vorklärschlamm handelt es sich um Schlamm aus dem Vorklärbecken, der neben Primärschlamm auch andere Schlammarten, wie z.B. Überschussschlamm, enthalten kann.

 

Ein gemischter Primärschlamm enthält Überschussschlamm aus der Reinigungsbiologie

 


 

 

Sekundärschlamm

 

Der aus der biologischen Reinigung stammende Schlamm wird als Sekundärschlamm bezeichnet. Dabei wird der täglich aus diesem System entfernte Biomassezuwachs, bei Tropfkörperanlagen als Tropfkörperschlamm und bei Belebungsanlagen als Überschussschlamm bezeichnet. Dieser täglich abgezogene Schlamm besitzt Wassergehalte zwischen  94 - 97 %. Generell weist der Überschussschlamm eine bräunliche Färbung auf, und geht noch schneller als der Primärschlamm in stinkende Fäulnis über.  

 


 

 

Tertiärschlamm

 

Als Tertiärschlamm wird der Schlamm bezeichnet, der aus der dritten Reinigungsstufe bzw. der chemischen Reinigung durch Fällungreaktionen anfällt, und dem System entnommen wird. Er entsteht vor allem bei der Phosphatfällung, und enthält somit meist erhebliche Mengen an Fällmitteln, wie Eisen-, Aluminium- und seltener auch Kalziumverbindungen. Oftmals fällt der Tertiärschlamm als Gemisch mit Primär- und Sekundärschlamm an, da der Fällungsprozess häufig in die Vorklärung oder biologische Klärung integriert ist und nicht seperat stattfindet. Der Tertiärschlamm selbst enthält nur einen kleinen Anteil an organischen Stoffen. Er ist damit i.d.R. in ungemischter Form stabil und erzeugt somit keine Geruchsbelästigungen. Dafür eignet er sich aber nicht besonders gut für eine landwirtschaftliche Verwertung.

 


 

 

Sonstige Klärschlammbezeichnungen

 

Wird Schlamm der Abwasserbehandlungsanlage unbehandelt entnommen, so wird er als Rohschlamm bezeichnet. Dabei gilt die Entwässerung von Rohschlamm nicht als Klärschlammbehandlung. Beim Schlamm selbst kann es sich dabei um Primär-, Sekundär- und Tertiärschlamm in beliebiger Mischung handeln, der auf der Kläranlage zur Behandlung ansteht. Rohschlamm ist also ein Schlamm vor seiner Stabilisierung.

 

Ein stabilisierter Schlamm ist ein Schlamm, der mit einem Stabilisierungsverfahren behandelt worden ist. Die Behandlung soll dabei weitgehend geruchsbildende Stoffe und organische Schlammfeststoffe verringern. Das Verfahren zur Schlammbehandung kann dabei biologischer (aerob oder anaerob), chemischer oder thermischer Natur sein. Der organische Anteil beträgt bei einem biologisch stabilisierten Schlamm ca. 50 %.

 

Erfolgt eine anaerobe Schlammstabilisation, so wird der zu behandelnde und daraus hervorgehende Schlamm als Faulschlamm bezeichnet. Infolge der FeS-Bildung ist er farblich i.d.R. schwarz und riecht leicht erdig bzw. teerartig.  

 


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